Lexikon des Biegens

Lexikon des Biegens2018-10-17T23:10:33+00:00

Unser Lexikon des Biegens

Ermittlung relevanter Maße

Ermittlung relevanter Maße

Wie viele Branchen, hat auch die Biegerei Ihre eigene Sprache, derer sich zu bedienen entscheidende Vorteile mit sich bringt.

Schon in der Anfragephase ist es sinnvoll eine einheitliche Sprache zu sprechen. So wissen alle Beteiligten worum es geht, zeitraubende Rückfragen und Unsicherheiten in der Verwendung bestimmter Begrifflichkeiten werden vermieden und passgenaue Biegeteile exakt nach Kundenwunsch sind das Ergebnis.

Im Folgenden erläutern wir einige notwendige Begriffe, die zur Beschreibung eines gewünschten Biegeteils unbedingt notwendig sind:

Biegeform:

Auch Biegerichtung genannt; beschreibt die Lage des jeweiligen Profils im Bogen, oft auch mit „leichter“ oder „schwerer Biegeachse / -richtung“ beschrieben.
Die möglichen Biegeformen entnehmen Sie bitte unserem Datenblatt „Biegeformen“.
Die gewünschte Biegeform ist häufig schon in der Anfragephase ausschlaggebend, da hier über technische Machbarkeit entschieden wird.

Biegewinkel:

siehe Abb. rechts „bemaßter Bogen“; gemeint ist der Winkel, um dessen Wert das Profil aus der geraden Bahn gebogen werden soll

Biegeradius:

siehe Abb. rechts „bemaßter Bogen“; der Biegeradius beschreibt die Größe der Kreisbahn auf der der Bogen liegen soll.
Unsere möglichen Biegewerkzeuge werden mit dem mittleren Radius beschrieben. (Die zur Verfügung stehenden Werkzeuge und möglichen Biegeradien finden Sie in unseren Datenblättern „Werkzeuge Dornbieger“ und „Werkzeuge Ringbieger“)

Bogenlänge:

siehe Abb. rechts „bemaßter Bogen“; die äußere Bogenlänge gibt (anstelle des Biegewinkels) an, wie weit gebogen werden soll

Stichmaß und Sehnenlänge:

siehe Abb. rechts „bemaßter Bogen“; diese Werte in Kombination lassen auf den gewünschten Biegeradius schließen.
Die Sehnenlänge, auch Lattenlänge genannt, kann beliebig festgelegt werden: hierzu wird eine Gerade (mittels einer Holzlatte, eines anderen geraden Gegenstandes oder zeichnerisch mit einer Linie) innerhalb des Bogens gelegt. Ausgehend von dieser Linie als Basis wird senkrecht der Abstand zum inneren Rand des Biegeteils, also das Stichmaß, abgenommen.

Anbiegeende:

siehe Abb. rechts „bemaßter Bogen“; Maschinenbedingt kann nicht die gesamte Rohr- oder Profillänge gebogen werden. Das gerade Anfangs- und Endstück wird als Anbiegeende bezeichnet. Und kann auf Wunsch gern entfernt werden (Zuschnitt auf Fertigmaß).

Biegekoordinaten:

Die Biegekoordinaten sind Daten, nach denen im Rotationszugbiegeverfahren gefertigt wird.
Die Ermittlung der Biegekoordinaten beschreiben wir ausführlich in unserem Datenblatt „Biegekoordinaten“.

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