Das Biegen von Titan und anderen Nichteisenmetallen

Gebogenes Titanrohr

Gebogenes Titanrohr

Im Leichtbau, der Sanitär- sowie Medizintechnik oder für Energieanlagen kommen oft weitere Werkstoffe zum Einsatz, wie zum Beispiel Titan.

Für das Biegen von Nichteisenmetallen sind besondere Voraussetzungen nötig.

Für Titan und alle anderen Materialien gilt: bitte fragen Sie uns direkt. Oft gibt es die Möglichkeit eines Biegetests, um das Biegeverhalten des gewünschten Materials zu ermitteln. Einige Titanlegierungen sind im Dornbiegeverfahren sehr gut biegbar, andere sind zu starr und brechen. Hier geben manchmal schon die Materialdatenblätter ausreichend Auskunft.

Titan ist ein besonders leichtes und gleichzeitig festes Metall, das sich außerdem durch eine hohe Temperaturbeständigkeit auszeichnet und vor allem für Bereiche eignet, in denen Widerstandsfähigkeit und geringes Gewicht gefragt sind. Durch das Verhältnis der hohen Festigkeit zur gleichzeitig geringen Dichte werden Titanrohre immer beliebter und vermehrt eingesetzt. Häufig wird Titan in der Medizintechnik und der Luftfahrttechnologie verwendet. Auch als Legierung wird Titan immer beliebter.

Das Erz Titan wurde bereits 1791 in England entdeckt, allerdings gelang es erst im Jahre 1831, das reine Metall zu gewinnen. Ende der 1930er Jahre war es schließlich dank eines aufwendigen Verfahrens, der sogenannte Kroll-Prozess, möglich, Titan zu verarbeiten und einzusetzen.

Reintitan ist in der Erde kaum auffindbar, es wird meist aus Titaneisenerz (Ilmenit) gewonnen. Dieses Erz kommt in der Erdkruste vor und ist meist nur in geringen Konzentrationen vorhanden. Hauptsächlich ist es in Australien, Skandinavien, Nordamerika, sowie im Ural auffindbar, doch auch Meteoriten und sogar Pflanzen können Titan enthalten.

Durch den komplizierten Gewinnungsprozess und seine vorteilhaften Materialeigenschaften ist Titan ein begehrter und vielseitig einsetzbarer Werkstoff. Man kann es beispielsweise in alltäglich gebrauchten Gegenständen, wie Küchenmesser oder Wandfarbe wiederfinden. Auch Titanschmuck erfreut sich häufig großer Beliebtheit, da das Metall als besonders hautverträglich und antiallergen gilt. Diese Hautverträglichkeit ist es auch, die Titan für die Medizintechnik so geeignet macht, zum Beispiel für die Herstellung von künstlichen Gelenken. Titanrohre sind durch ihre gute Korrosionsbeständigkeit bestens für den regelmäßigen Kontakt mit Wasser gewappnet und eignen sich daher ideal für den Einsatz in der Sanitärtechnik.

Die Bearbeitung von Titan ist ein komplizierter und teurer Prozess, allerdings überzeugt das Produkt bei erfolgreicher Verwendung durch seine ausgesprochen hohe Korrosionsbeständigkeit.